Hunde-Adventskalender: Vorfreude für Vierbeiner

Woran du einen guten Hunde-Adventskalender erkennst, wie du einen selbst bastelst und 24 Füllideen, die nicht nur aus Leckerlis bestehen.

Redaktion Haustier-Experte · Aktualisiert am

Ein Hunde-Adventskalender macht die Wochen vor Weihnachten auch für den Vierbeiner spannend. Ein guter Kalender enthält Leckerlis, die der Hund verträgt, in einer Menge, die zur Tagesration passt, und ist idealerweise mit Spielzeug oder kleinen Aktivitäten gemischt. Selbst gemacht hast du die volle Kontrolle über den Inhalt, gekauft sparst du Zeit.

Hier erfährst du, worauf du bei beiden Varianten achtest, bekommst 24 Füllideen und eine einfache Bastelanleitung.

Gekauft oder selbst gemacht?

Beide Varianten haben ihre Berechtigung. Die Entscheidung hängt davon ab, wie viel Zeit du hast und wie empfindlich der Hund ist.

KriteriumGekaufter KalenderSelbst gemachter Kalender
Aufwandgering2–4 Stunden plus Einkauf
Kostenca. 10–40 €ca. 10–30 € je nach Inhalt
Kontrolle über Zutateneingeschränkt, Zutatenliste prüfenvollständig
Abwechslungmeist nur SnacksSnacks, Spielzeug, Aktivitäten
Für Hunde mit Unverträglichkeitennur mit passender Zusammensetzunggut geeignet
Persönliche Notegeringhoch

Worauf du bei einem gekauften Kalender achtest

Gekaufte Hunde-Adventskalender gibt es in vielen Varianten, mit Snacks, mit Spielzeug, vegetarisch oder vegan. Bevor du zugreifst, prüf diese Punkte:

  • Zutatenliste: Verträgt der Hund alle enthaltenen Zutaten? Bei bekannten Unverträglichkeiten ist das das wichtigste Kriterium.
  • Größe der Snacks: Für kleine Hunde sind manche Stücke zu groß, für große zu klein.
  • Gesamtmenge: 24 Snacks plus normales Futter können für kleine Hunde viel sein.
  • Verpackung: Kalender aus Pappe sind für Hunde leicht zu knacken. Außer Reichweite aufbewahren.

Wenn du den Kalender als Geschenk für einen fremden Hund kaufst, frag die Halter*innen vorher, ob es Einschränkungen beim Futter gibt.

Die Tagesration im Blick behalten

Leckerlis aus dem Adventskalender sind ein Extra, das zählt. Zieh die Menge vom normalen Futter ab, damit der Hund im Dezember nicht zunimmt. Eine einfache Faustregel gibt es dafür nicht, weil Größe, Alter und Aktivität sehr unterschiedlich sind. Halter*innen kennen die Tagesmenge ihres Hundes am besten. Bei Fragen zur Ernährung hilft die Tierarztpraxis.

Gerade deshalb sind Kalender mit Aktivitäten so wertvoll: Sie bringen Abwechslung, ohne den Futternapf zu belasten.

24 Füllideen, nicht nur Leckerlis

Ein gemischter Kalender macht mehr Spaß und ist ausgewogener. Hier sind Ideen, die du kombinieren kannst:

Kleine Gegenstände

  1. Kleines Spielzeug passend zur Größe
  2. Ein Zerrknoten aus Stoffstreifen
  3. Ein neuer Ball
  4. Ein Kauspielzeug aus festem Material
  5. Ein Halstuch für Weihnachtsfotos
  6. Ein Leuchtanhänger fürs Halsband
  7. Ein Handtuch für nasse Pfoten
  8. Eine Kotbeutelrolle in Wintermotiv (für den Menschen)

Aktivitäts-Türchen

  1. Ein neuer Spazierweg
  2. Ein Suchspiel in der Wohnung
  3. Fünf Minuten Tricktraining
  4. Ein Besuch bei einem Hundefreund
  5. Ein Schnüffelspaziergang ohne Zeitdruck
  6. Ein Versteckspiel mit dem Lieblingsspielzeug
  7. Eine Massage-Kuscheleinheit
  8. Ein Ausflug in den Schnee oder an einen Bach
  9. Ein Pappkarton zum Zerlegen mit verstecktem Spielzeug
  10. Ein gemeinsames Foto für das Jahresalbum

Snacks nach Absprache

19.–24. Sechs Türchen mit kleinen Snacks, die der Hund sicher verträgt, verteilt über den Monat

Die Aktivitäten schreibst du einfach auf kleine Karten. So bekommt der Hund jeden Tag etwas Besonderes, und die Menschen haben einen Anlass, bewusst Zeit mit ihm zu verbringen.

Anleitung: Hunde-Adventskalender selber machen

Du brauchst etwa zwei bis vier Stunden und einfache Materialien.

Material:

  • 24 Papiertüten, kleine Kartons, Stoffsäckchen oder Klopapierrollen
  • Zahlen zum Aufkleben oder Stift
  • Schnur oder Holzbrett mit Haken zum Aufhängen
  • Füllung: Spielzeug, Aktivitätskarten, Snacks

So geht’s:

  1. Behälter vorbereiten: Nummeriere die Tüten oder Säckchen von 1 bis 24.
  2. Füllung planen: Schreib eine Liste, welcher Tag welchen Inhalt bekommt. Verteile Spielzeug und Aktivitäten über den ganzen Monat.
  3. Befüllen: Snacks in kleine Papiertüten, damit sie frisch bleiben. Aktivitätskarten falten.
  4. Verschließen: Falten oder mit Wäscheklammern statt Klebeband, so kann später auch der Hund beim Öffnen helfen.
  5. Aufhängen: An einer Schnur oder einem Brett, unbedingt außer Reichweite des Hundes.

Weitere Bastelideen wie Zerrspielzeug oder Schnüffelteppich findest du beim Geschenk für Hundebesitzer zum Selbermachen.

Varianten für besondere Hunde

Nicht jeder Hund passt in das Standardschema. Mit ein paar Anpassungen wird der Kalender für jeden Hund passend.

Für Hunde mit Unverträglichkeiten

Hier lohnt sich der selbstgemachte Kalender am meisten. Nimm als Snacks ausschließlich das, was der Hund sicher verträgt, im Zweifel Stücke seines gewohnten Trockenfutters. Füll den Rest mit Aktivitäten und Spielzeug. Ein gekaufter Kalender ist nur dann geeignet, wenn die Zutatenliste eindeutig passt.

Für Welpen

Welpen sind von allem begeistert, brauchen aber viel Ruhe. Halte die Aktivitäten kurz: zwei Minuten Training, ein kleines Suchspiel, ein neues Geräusch kennenlernen. Spielzeug sollte weich und in Welpengröße sein. Ideen für frischgebackene Hundeeltern stehen beim Geschenk für neue Hundebesitzer.

Für Senioren

Ältere Hunde freuen sich über ruhige Beschäftigung: Schnüffelaufgaben, Kuscheleinheiten, eine neue weiche Decke. Lange Wanderungen und wilde Spiele lässt du besser weg.

Für Mehrhundehaushalte

Bei zwei oder mehr Hunden braucht jeder sein eigenes Türchen, sonst gibt es Streit. Eine Lösung: ein gemeinsamer Kalender mit Aktivitäten für alle und kleinen Extras, die getrennt gegeben werden.

Wie du den Kalender schön gestaltest

Ein Adventskalender für den Hund darf auch für die Menschen hübsch aussehen. Ein paar Ideen für die Gestaltung:

  • Pfotenstempel aus Kartoffeldruck auf braunen Papiertüten.
  • Zahlen in Knochenform aus Tonpapier ausgeschnitten.
  • Eine Holzleiste mit Wäscheklammern an der Wand, an der die Säckchen hängen.
  • Ein Foto des Hundes an Türchen 24.

Natürliche Materialien wie Packpapier, Jute und Holz sehen schön aus und sind unproblematisch, falls doch einmal ein Stück im Hundemaul landet.

Den Kalender als Geschenk für Freund*innen

Ein selbst gemachter Hunde-Adventskalender ist ein schönes Geschenk für Freund*innen mit Hund. Überreiche ihn Ende November, damit er rechtzeitig hängt. Lass Snacks weg oder sprich sie vorher ab, und füll stattdessen mehr Aktivitätskarten und kleine Spielzeuge hinein. Eine persönliche Karte am 24. Türchen rundet das Ganze ab.

Für Freund*innen mit Katze gibt es eine eigene Anleitung beim Katzen-Adventskalender.

Typische Fehler

  • Kalender in Reichweite des Hundes. Er wird geplündert, oft samt Verpackung.
  • Zu viele Snacks ohne Anpassung der Tagesration.
  • Unbekannte Zutaten bei Hunden mit empfindlichem Magen.
  • Spielzeug mit Kleinteilen, das verschluckt werden kann.
  • Verpackung mit Klebeband oder Folie, die der Hund beim Öffnen frisst.

Checkliste

  • Unverträglichkeiten des Hundes sind bekannt.
  • Snacks werden von der Tagesration abgezogen.
  • Mindestens die Hälfte der Türchen sind Spielzeug oder Aktivitäten.
  • Der Kalender hängt außer Reichweite.
  • Verpackung ist hundesicher.

Wer nach dem Advent noch ein Geschenk für den 24. sucht, findet Ideen beim Weihnachtsgeschenk für den Hund. Einen Überblick über alle Geschenkideen für Vierbeiner bietet der Ratgeber Geschenk für den Hund.

Häufige Fragen

Was kommt in einen Adventskalender für Hunde?
Eine Mischung aus kleinen Leckerlis, die der Hund verträgt, Spielzeug in passender Größe und Aktivitäten wie Suchspiele oder ein neuer Spazierweg. Gerade Aktivitäts-Türchen sorgen dafür, dass der Kalender nicht nur aus Futter besteht.
Wie viele Leckerlis darf ein Hund im Advent bekommen?
Die Leckerlis aus dem Kalender gehören zur Tagesration. Zieh die Menge vom normalen Futter ab, damit der Hund im Dezember nicht zunimmt. Bei Unsicherheit frag die Tierarztpraxis.
Wie mache ich einen Hunde-Adventskalender selbst?
Nimm 24 Papiertüten, Kartons oder Stoffsäckchen, nummeriere sie und fülle sie mit verträglichen Snacks, Spielzeug und Aktivitätskarten. Häng den Kalender außer Reichweite des Hundes auf, damit er nicht vorzeitig geplündert wird.
Ab wann sollte man einen Hunde-Adventskalender kaufen?
Gekaufte Kalender sind oft ab Oktober erhältlich und beliebte Varianten schnell vergriffen. Für einen selbstgemachten Kalender reicht es, Mitte November mit dem Sammeln zu beginnen.

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